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Pyrrolurie (KPU, Kryptopyrrol) und Nitrosativer Stress

IndikationenHintergrund
 
  • ADHS / ADS
  • Burn-out-Syndrom
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS)
  • Lern- und Konzentrationsstörungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Antriebsschwäche
  • Ess- und Schlafstörungen
  • Muskuläre Probleme
 

Stickoxid (NO) kann in zu hohen Konzentrationen Nitrosativen Stress auslösen und damit insbesondere die zelluläre Energieversorgung stören (erworbene Mitochondriopathien). Citrullin ist ein Marker für diese organübergreifende Symptomatik. Pyrrole sind Bausteine des Häms und entziehen in zu hoher Konzentration dem Körper Vitamin B6 und Zink.
Die Symptombilder von nitrosativem Stress und Kryptopyrrolurie (KPU) überlagern sich teilweise. Indikan im Urin ist ein ergänzender Marker, der mit einer Störung der Nährstoffresorption im Zusammenhang stehen kann.

Wir bieten die Bestimmung aller drei Parameter aus einer Urinprobe an.

Nitrosativer Stress geht häufig mit einer Unterversorgung von Vitamin B12 einher. Methylmalonsäure kann als Indikator für eine Unterversorgung herangezogen werden.

 

Einzelparameter

ParameterBeschreibungMatrixProberöhrchen
Pyrrol
(Kryptopyrrol, KPU)
Durch übermäßige Pyrrolbildung kann Vitamin B6 und Zink gebunden und dem Körper über den Urin entzogen werden. Morgenurin urin braunUrin, Deckel braun
Indikan Marker für eine Dysbiose im Darm, welcher bei einer Störung der Nährstoffresorption im Zusammenhang stehen kann Morgenurin urin braunUrin, Deckel braun
Citrullin Marker für die NO-Bildung (bei übermäßiger Bildung Auslöser für Nitrosativen Stress) Morgenurin urin braunUrin, Deckel braun
Nitrotyrosin Nitriertes Folgeprodukt als Marker für eine Langzeitbelastung durch NO und damit Nitrosativen Stress Serum / Plasma injection20Serum / Plasma
Methylmalonsäure Bestimmung von Methylmalonsäure als Indikator für Vitamin B12-Mangel Morgenurin urin braunUrin, Deckel braun

 

Urintest zur Diagnostik der Pyrrolurie (KPU)

Die Pyrrolurie ist eine Stoffwechselstörung, die bereits in den 1970er Jahren durch die Arbeiten von Carl C. Pfeiffer entdeckt wurden. Dabei handelt es sich um eine Störung des Porphyrinstoffwechsels bei der es durch eine unzureichende enzymatische Umsetzung bei der Hämsynthese zu einem vermehrten Anfall von Pyrrolen (wichtige molekulare Bausteine des Häms) kommt. Diese Pyrrole können mit Vitamin B6 und Zink Komplexe bilden, welche dann über den Urin ausgeschieden werden. Somit kann es in Folge zu Verlusten dieser wichtigen Mikronährstoffe kommen. Vor allem bei einer chronisch erhöhten Ausscheidung dieser Mikronährstoffe kann sich eine breite und organübergreifende Symptomatik ausbilden. Am häufigsten genannt werden beispielsweise chronische Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Antriebsschwäche, psychosomatische Beschwerden, sowie bei Kindern und Jugendlichen eine AD(H)S-Symptomatik. Häufig wird auch von einer ausgeprägten Stressempfindlichkeit berichtet. Darüber hinaus werden Mängel in der Funktionsweise des Bewegungsapparates, Schilddrüsenprobleme, Medikamentenunverträglich-keiten oder Probleme im Magen-Darmtrakt und weitere Störungen beschrieben.


Dieses breite Symptombild ist durch die hohe Bedeutung, besonders der Vitalstoffe Zink und Vitamin B6 erklärbar. Zink beispielsweise ist an der Funktionsfähigkeit von mehr als 200 Enzymen im Körper beteiligt. Es beschleunigt die Neurotransmitterfreisetzung
und stellt auch einen Cofaktor im Stoffwechsel einer Vielzahl von Hormonen dar. Auch bei der Eiweißverdauung spielt es eine wichtige Rolle, wodurch Zinkdefizite mitursächlich für schlechte Nahrungsverwertung, Eiweißunverträglichkeit und Appetitlosigkeit sein können. Auch Vitamin B6 ist an vielen metabolischen Prozessen beteiligt, unter anderem auch an der Synthese von Neurotransmittern. Die Beteiligung sowohl von Vitamin B6 als auch von Zink an zahlreichen Stoffwechselprozessen des Nervensystems erklärt auch die häufig berichtete Stressempfindlichkeit von Pyrrolurie-Betroffenen. Ein wichtiger Baustein in der Therapie ist die Gabe relativ hoch dosierter Kombinationspräparate mit den Vitalstoffen Vitamin B6 und Zink, sowie der Behandlung der Folgen und der oft parallel auftretenden Unverträglichkeiten.


Eine ausführliche Abhandlung der Pyrrolurie ist in den Büchern »Leben mit KPU-Kryptopyrrolurie« von Dr. Joachim Strienz (Zuckschwerdt Verlag) und »Pyrrolurie« von Konrad Thome (Optimal Verlag) zu finden.

 

Bestimmung von Indikan als Marker für eine Darmdysbiose

Indikan ist ein Folgeprodukt des Tryptophan-Abbaus durch anaerobe Mikroorganismen. Wird Tryptophan nicht resorbiert,so fällt es dem Abbau der intestinalen Mikroflora anheim und wird u.a. zu Indol und Skatol umgewandelt. Die toxischen Indole werden anschließend in der Leber entgiftet und als Indikan (Uroxanthin) im Urin ausgeschieden. Das vermehrte Auftreten von Indikan im Urin ist somit ein Hinweis auf eine Überbesiedlung mit anaeroben Bakterien (Dysbiose) und auf Fäulnisprozesse im Darm.
Wir bieten die Indikanuntersuchung begleitend zur Pyrrol-Analytik an, da im Falle einer Dysbiose eine effiziente Resorption von Vitalstoffen beeinträchtigt sein kann. Die Bestimmung von Indikan kann als Indikator für eine Dysbiose eingesetzt werden, jedoch ist sie nicht in der Lage eine mikrobiologische Stuhluntersuchung zu ersetzen.

 

Bestimmung von Citrullin / Nitrotyrosin / Methylmalonsäure als Marker für Nitrosativen Stress

Eine kontinuierlich überhöhte Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) führt zu Nitrosativem Stress, der eine Schädigung der Mitochondrien und dadurch eine erworbene mitochondriale Dysfunktion verursachen kann. Daraus können dann verschiedene organübergreifende Störungen, chronische Müdigkeit und eine Symptomatik wie sie typischerweise für das Burn-Out-Syndrom beschrieben wird, resultieren. Diagnostisch kann Citrullin im Urin als Marker für die NO-Bildung bestimmt werden.

Bei Beschwerden, wie sie bei einer Pyrrolurie auftreten können, zum Beispiel chronische Müdigkeit oder AD(H)S, kann auch nitrosativer Stress eine mögliche Ursache sein und sollte daher in die Diagnostik mit einbezogen werden. Denn übermäßige NO-Bildung kann als chronischer nitrosativer Stress zu Multisystemerkrankungen führen. Meist gehen einer manifesten Organerkrankung jahrelange, oft psychosomatische Funktionsstörungen voraus.

Nitrotyrosin in Serum kann als Langzeitmarker einer chronischen Belastung herangezogen werden. Vitamin B12 wird als einer der wichtigsten Gegenspieler von Nitrosativem Stress angesehen. Die Bestimmung von Methylmalonsäure kann als Indikator für eine mögliche Unterversorgung mit Vitamin B12 eingesetzt werden.

 

Mit nur einer Urinprobe lassen sich die Citrullin-, Indikan- und Kryptopyrrolwerte zuverlässig messen. Damit liefern wir Ihrem Therapeuten/Ihrer Therapeutin eine wichtige Entscheidungshilfe für eine gezielte Therapie.

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