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Zeitgemäße/selektive Entwurmung bei Pferden

Die qualifizierte Untersuchung zur Unterstützung der Gesundheit Ihres Pferdes

 

Die zeitgemäße + selektive Entwurmung ist eine zeitgemäße Methode zur kontinuierlichen Kontrolle, inwieweit gesundheitsbeeinträchtigende Mengen an Würmern in einem Pferd nachzuweisen sind, gemeinsam mit den  entsprechenden therapeutischen Konsequenzen. Kein Pferd ist aber absolut wurmfrei. Im Gegenteil, ein geringer Wurmbefall ist für unsere Pferde eher positiv zu bewerten, da er stimulierend auf das Immunsystem wirkt.

Ca. 80 % des lymphoretikulären Körpergewebes („Immunsystem“) befindet sich an und im Darm. Ein geringer, nicht gesundheitsgefährdender, Darmparasitenbefall gibt dem Immunsystem einen ständigen Anreiz, aktiv zu bleiben. Darin ist ein wichtiger Grund zu sehen, nicht ungeprüft alle Pferde im Stall regelmäßig der chemischen Belastung einer Entwurmung auszusetzen.

Vielmehr soll nur dann entwurmt werden, wenn eine qualifizierte Untersuchung ergibt, dass eine Entwurmung auch wirklich erforderlich ist.

Eine Entwurmung ohne vorherige Diagnostik ist unter Umständen, je nach Befund, nicht erforderlich, kann das Pferd belasten und bei wiederholter Anwendung auch Resistenzen auslösen, wie sie im Zusammenhang mit Antibiotika seit Langem diskutiert werden.

Die Labordiagnostik der zeitgemäßen + selektiven Entwurmung beruht auf mikroskopischen Untersuchungen.

Hierfür wird in einem speziell geschulten und spezialisierten Labor mittels verschiedener Verfahren, wie z.B. dem „Sedimentation-/Flotationsverfahren“ und bei Bedarf dem "Larvenauswanderungsverfahren festgestellt, welche Wurmarten im Pferd parasitieren. Mit dem „Mc Master-Verfahren“ wird mittels einer Zählkammer die Anzahl der vorhandenen Strongylideneier pro Gramm Kot bestimmt.

Bei Pferden sind heute am häufigsten kleine Strongyliden zu finden, manchmal jedoch auch Bandwürmer, bei Jungpferden auch Spulwürmer. Erwachsene, gesunde Pferde haben in der Regel wenig  Befall mit kleinen Strongyliden und Spulwürmern, da sie im Laufe des Lebens eine gewisse Immunität ausgebildet haben. Kranke oder immunsuprimierte Pferde können dagegen einen starken Befall aufweisen.

Der Wurmbefall jedes Pferdes ist individuell. Es können in einem Stall wenig verwurmte und stark verwurmte Pferde gleichzeitig sein. Daher wird bei der zeitgemäßen + selektiven Entwurmung der Wurmbefall eines Pferdes sowohl qualitativ wie auch quantitativ mikroskopisch bestimmt. In der Regel erst ab einem Nachweis von 200 Strongylideneiern pro Gramm Kot ist eine Wurmkur erforderlich. Bei einem festgestellten Bandwurm- oder Spulwurmbefall wird mit speziellen Wirkstoffen entwurmt. Ein Pferd mit weniger als 200 Strongylideneiern und gleichzeitig keinem Bandwurm- oder Spulwurmbefall wird nicht entwurmt, sondern in drei Monaten erneut untersucht. Es handelt sich hierbei um ein Monitoring, also ein Beobachten des Wurmstatus.

Der zweite gute Grund für die zeitgemäße + selektive Entwurmung ist, dass zurzeit nur eine sehr begrenzte Zahl von Wirkstoffen gegen Darmparasiten des Pferdes zur Verfügung steht. Wenn man diese ständig routinemäßig und ohne Notwendigkeit anwendet, führt das zur Resistenzbildung, ähnlich wie dies bereits bei den Antibiotika zunehmend auftritt. Im Ernstfall kann es dann passieren, dass keine Wirkung der Präparate mehr eintritt mit den entsprechenden Konsequenzen!

Daher ist es vernünftig, pferde- und resourcenschonend ein Wurm-Monitoring vor den ungeprüften Einsatz von Medikamenten zu stellen!

Im Idealfall wird im ersten Jahr mit Beginn der Weideperiode in festgelegten Abständen viermal eine individuelle Kotprobe Ihres Pferdes untersucht und der Wurmstatus festgestellt. Es wird nur dann „chemisch“ entwurmt, wenn es nötig ist und 14-21 Tage nach erfolgter Wurmkur wird eine  Erfolgskontrolle durchgeführt. Erst die Untersuchung der Kontroll-Kotprobe gibt dann den entscheidenden Hinweis darauf, ob das verwendete Entwurmungsmittel effektiv und wirksam war oder ob eine mögliche Resistenzbildung vorliegt. Dies ist eine extrem wichtige Aussage für den Pferdehalter, denn die Kontrolluntersuchung weist auch auf die richtige oder falsche Dosierung der verabreichten Wurmkur hin.

 

Wie wird das Monitoring von Ihnen beauftragt?

Für die ausschließliche McMaster-Untersuchung bitte eine frische Kotprobe noch am selben Tag in unser Labor versenden. Für die anderen Verfahren, v.a. zum Bandwurmnachweis, ist es ratsam, eine Sammelkotprobe von 3 aufeinanderfolgenden Tagen zu nehmen. Bitte sammeln Sie immer nur frischen Kot (ca.120 - 150g). Geben Sie den Kot in einen Gefrierbeutel und anschließend nochmals in eine Tüte. Beschriften Sie beides mit dem Namen des Pferdes und dem Namen des Besitzers. Den Untersuchungsantrag finden Sie in unseren Unterlagen oder können ihn von unserer Homepage herunterladen. Im Sommer (ab ca. 15°C) raten wir zu einem Versand der Proben mit einem Kühlakku, der gegen eine Schutzgebühr von uns angefordert werden kann.

Sollten positive Proben diagnostiziert werden, so empfehlen wir eine Untersuchung des gesamten Stalls, um eine Ansteckung und Verbreitung innerhalb des Pferdebestands möglichst zu verhindern.

Bezüglich der Preise für die Untersuchungen verweisen wir auf unsere Preisliste / bzw. Auftragsbögen, die auch auf unserer Home page heruntergeladen werden können. Für eventuelle Fragen, gerade auch im therapeutischen Bereich, stehen wir gemeinsam mit unserer Partnerfirma Natusat (www.Natusat.com) gerne telefonisch zur Verfügung.

Versand

Die gut verpackten Proben (als Brief) senden Sie bitte an

Sension GmbH
Postfach 102363
86013 Augsburg

Tel: 0821-455799-0; FAX: 0821-455799-22

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; www.sension.eu

Proben (insbesondere mehrere Proben), die als Päckchen oder Paket verschickt werden müssen, senden Sie bitte an:

Sension GmbH
Provinostrasse 52, Gebäude B14
86153 Augsburg

Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner(innen) sind Dr. Peter Schneider, Sabine Röthel und insbesondere für therapeutische Fragestellungen die Tierärztin Frau Lea Badura. Darüber hinaus steht Ihnen das Team der Fa. Natusat mit Frau Marion Schwaller (Spezialisten für Fragen zur Pferdehaltung und -gesundheit) zur Verfügung. Die Kontaktdaten lauten:

Natusat GmbH
Dieselstrasse 20
83683 Gersthofen

Tel: 0821-4787390; FAX:0821-4787399

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; www.natusat.com

Wir beraten Sie gerne persönlich.

Sension GmbH - Provinostr. 52 Gebäude B14 - 86153 Augsburg - Germany
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